Meine Gedanken über Sorgen, Hoffnung und das Leben

„Viele Kinder sind nicht krank – sie sind verhaltensoriginell!“

Ein neuer Gedankenspaziergang von Linus (und Rexo)

Hallo,
ich bin's – Linus. Ihr kennt mich ja schon von meiner Seite bei PISA-Lerntrainer. In letzter Zeit war ich etwas stiller. Nicht, weil ich krank war oder traurig – sondern weil ich viel nachgedacht habe.

Ich habe die Erwachsenen beobachtet. Viele von ihnen wirken müde, gestresst, traurig. Manchmal reden sie über schlimme Dinge: Alkohol, Rauchen, Depressionen, Streit oder Sorgen mit der Arbeit. Und oft sagen sie Sätze wie:
„Ich kann nicht mehr.“
„Das macht mich fertig.“
„Ich bin so gestresst.“

Ich hab das gehört – und gefühlt.

Kinder sehen mehr, als Erwachsene denken

Viele glauben ja, Kinder bekommen sowas gar nicht mit.
Aber das stimmt nicht.
Wir sehen sehr viel.
Und wir fühlen noch viel mehr.
Wir spüren, wenn etwas nicht stimmt. Wenn Mama weint. Wenn Papa schweigt. Wenn es in der Wohnung leise, aber irgendwie schwer ist.

Manche Kinder sagen dann nichts – aber sie machen sich Sorgen.
Andere werden laut. Zappelig. Wütend. Oder still wie ein Stein.
Und dann sagen Erwachsene:
„Mit dem Kind stimmt was nicht. Vielleicht ist es verhaltensgestört.“

Verhaltensgestört? Nee – verhaltensoriginell!

Ich habe dieses Wort gehört – verhaltensgestört.
Ich finde es doof. Wirklich richtig doof.
Weil: Ich glaube, viele Kinder haben einfach nur andere Antennen.
Sie nehmen mehr wahr. Sie reagieren schneller. Oder anders.
Sie brauchen Hilfe, kein Etikett.

Ich habe mir überlegt:
Warum sagt man nicht einfach:
verhaltensoriginell – das klingt doch viel besser!

Das bedeutet für mich:
Wir sind besonders.
Kreativ.
Sensibel.
Und manchmal ziemlich wild – aber nicht falsch.

Eine Begegnung, die mir Hoffnung gemacht hat

Neulich habe ich draußen eine ältere Jugendliche getroffen.
Ich glaube, sie war 70 oder so.
Sie sah mich nachdenklich an und sagte:

„Linus, du hast dein ganzes Leben noch vor dir.
Es ist wie ein Hürdenlauf – aber ich glaube, deine Eltern bereiten dich gut darauf vor.“

Das war schön.
Weil ich manchmal wirklich nicht weiß, wie mein Leben wird.
Ob ich später auch so viele Sorgen habe.
Oder ob mich jemand begleitet. Unterstützt. Glaubt, dass ich es schaffe.

Abends habe ich mich mit Rexo, meinem treuen Kuscheldino, ins Bett gekuschelt.
Ich habe von dieser Begegnung geträumt.
Von einer Welt, in der Kinder verstanden werden.
Wo Erwachsene nicht sagen: „Du bist schwierig“,
sondern: „Ich sehe dich. Ich helfe dir.“

Was ich mir wünsche – von Erwachsenen

Ich bin nur ein Kind. Aber ich habe Wünsche.
Nicht nur ans Christkind. Sondern ans Leben.

  • Dass Erwachsene zuhören, wenn Kinder leise werden.
  • Dass sie Fragen stellen, bevor sie urteilen.
  • Dass sie verstehen: Nicht jedes Kind braucht Medikamente – manchmal reicht ein Blick. Oder eine Umarmung. Oder Geduld.

Und ich wünsche mir, dass Verhaltensoriginalität ein echtes Wort wird.
Ein Wort, das sagt:
„Du bist okay – so wie du bist.“

Euer Linus
...und natürlich Rexo ??


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