Hallo, ich bin Linus. Ich bin acht Jahre alt. Ich habe Autismus. Manche sagen: „Das steht im ICD-11.“ Und dann gucken alle ganz ernst.
Ich erklär dir, was das heißt – ganz einfach:
ICD ist eine Abkürzung. Sie kommt aus dem Englischen und heißt: International Classification of Diseases Das bedeutet: Eine große Liste, in der alle Diagnosen stehen – z. B. Autismus, ADHS, Asthma oder Depression.
Weil es die elfte Version dieser Liste ist. Jetzt ist alles aktueller und besser erklärt.
Ich habe zum Beispiel die Diagnose 6A02. Das heißt: Autismus-Spektrum-Störung
Das bedeutet nicht, dass ich krank bin. Es heißt nur: Mein Gehirn funktioniert anders. Und das darf man wissen – damit man mich besser versteht.
ADHS steht auch in der Liste – als 6A05. Manche Kinder zappeln viel, reden viel oder verlieren den Faden – das ist auch okay.
Darin steht nicht, wie ich bin – sondern wie man mir besser helfen kann. Ich bin nicht die Zahl 6A02. Ich bin Linus. Die Zahl hilft nur, mich besser zu verstehen.
ICD-11 ist nicht mein Etikett. Es ist eine Hilfe. Für mich. Und für euch.
Ich heiße Linus. Ich bin acht. Manchmal fragen Leute: Hast du ADHS oder Autismus? Ich sage dann: Ich bin einfach ich. Aber es gibt Unterschiede – die erklär ich dir:
Autismus-Spektrum-Störung bedeutet: Ich sehe, höre und fühle anders als viele andere. Ich habe oft Schwierigkeiten mit sozialen Regeln, brauche klare Abläufe und nehme Geräusche oder Berührungen besonders stark wahr.
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bedeutet: In meinem Kopf rasen Gedanken durcheinander. Ich bin schnell, laut, lebendig – aber oft auch unkonzentriert oder impulsiv.
Ja! Viele Kinder haben Merkmale von beiden Störungen. Das nennt man Komorbidität. Wichtig ist dann eine sorgfältige Diagnose und individuelle Unterstützung.
Ich bin Linus. Ich bin nicht ADHS oder Autismus. Ich bin ich. Und das reicht.
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