„Mein Kind flippt ständig aus!“ – Diesen Satz hören wir oft von Eltern. Doch was, wenn wir den sogenannten "Wutanfall" nicht als Trotz oder Ungehorsam sehen, sondern als Hilferuf? Besonders bei Kindern mit ADHS stecken hinter scheinbar impulsiven Ausbrüchen oft ganz andere Bedürfnisse. In diesem Beitrag möchten wir die Perspektive wechseln – und das Kind zu Wort kommen lassen.
„Ich will ruhig bleiben, wirklich. Aber dann passiert alles so schnell. Mein Herz klopft laut, mein Bauch tut weh, mein Kopf schreit 'Nein!'. Ich weiß, dass ich schreie oder haue – aber es fühlt sich an, als ob mein Körper schneller ist als ich.“
Kinder mit ADHS erleben Gefühle oft viel intensiver und ungefilterter. Ihre Impulskontrolle – also die Fähigkeit, eine Handlung zu stoppen oder zu überdenken – ist noch nicht vollständig entwickelt. Während andere Kinder lernen, Frust wegzustecken oder zu benennen, kommt es bei ADHS-Kindern oft zu einer „emotionalen Überladung“.
Viele Erwachsene beschreiben impulsive Ausbrüche als „Wutanfälle“. Dabei handelt es sich oft um eine Mischung aus Frust, Überforderung, Angst oder Traurigkeit – verpackt in einer lauten Reaktion. Das Kind will etwas mitteilen, aber die Worte fehlen. Stattdessen übernehmen Körper und Emotionen die Regie.
Typisch sind:
Hinter einem Wutanfall können viele Bedürfnisse liegen – besonders bei Kindern mit ADHS:
Du findest im Downloadbereich bald passende Arbeitsblätter, z. B. unser Wutmonster-Poster, eine Ruhebox-Bastelvorlage und ein Kindergesprächsblatt.
Ein Kind mit ADHS ist nicht gegen dich. Es kämpft oft für sich selbst. Ein sogenannter „Wutanfall“ ist kein Angriff – sondern ein Zeichen dafür, dass das Nervensystem überfordert ist. Kinder brauchen in diesen Momenten nicht mehr Strafen, sondern mehr Verständnis und Begleitung.
„Wenn ich schreie, heißt das nicht, dass ich böse bin. Es heißt, dass ich dich brauche.“ – ein Kind mit ADHS
Der Alltag mit einem ADHS-Kind kann Eltern an ihre Grenzen bringen. In diesem Beitrag erfährst du, warum Selbstfürsorge kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist – mit praktischen Tipps, ehrlichen Gedanken und liebevoller Ermutigung.
Strafen helfen bei ADHS-Kindern selten – doch warum ist das so? In diesem Beitrag erfährst du, warum impulsives Verhalten nicht durch Angst oder Konsequenzen verändert wird – und welche liebevollen Alternativen wirklich helfen.
„Jetzt konzentrier dich doch mal!“ – ein Satz, der Eltern oft über die Lippen kommt. Doch Konzentration ist keine Selbstverständlichkeit – schon gar nicht unter Druck. Gerade Kinder mit ADHS, Reizoffenheit oder starkem Bewegungsdrang haben es schwer, sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu fokussieren. In diesem Beitrag erfährst du, warum Druck eher blockiert als hilft – und wie du deinem Kind mit einfachen Alltagstipps liebevoll helfen kannst, Konzentration zu entwickeln.
Kinder können sich oft nur schwer konzentrieren – vor allem, wenn Druck und Überforderung im Spiel sind. In diesem kurzen Quiz findest du heraus, wie gut du dich mit konzentriertem Lernen auskennst – und welche Methoden Kindern wirklich helfen, fokussiert zu bleiben. Die Fragen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Beitrag „Konzentration fördern – ohne Druck“ von PISA-Lerntrainer.de. Ob Eltern, Pädagog:innen oder Interessierte: Teste dein Wissen und erhalte praktische Tipps für den Alltag!
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